Internet + TV in der Schweiz: die Kombi-Angebote im Vergleich

Der unabhängige Vergleich von Handy-, Internet- und TV-Abos in der Schweiz.

Finden Sie Ihr ideales Abo unter über 60 Schweizer Angeboten

Was ein Kombi-Abo wirklich enthält

Ein Kombi-Abo bündelt zwei Dienste, die auch einzeln verkauft werden: einen Internetanschluss und ein TV-Paket. Manchmal kommt ein Festnetzanschluss dazu, manchmal ein Handy-Abo.

Die Zusammensetzung ist nicht einheitlich. Von Anbieter zu Anbieter steht dasselbe Wort für sehr unterschiedliche Bündel: sehr schnelle Glasfaser mit minimalem Fernsehen, oder ein bescheidener Anschluss mit vollem TV-Paket.

Fast immer bestimmt der Internetteil den Preis, und der TV-Teil dient als Argument. Ein Kombi-Abo mit zehn Gigabit ist wegen der Glasfaser teuer, nicht wegen der Sender.

Unser Katalog verfolgt fünfzehn Angebote bei rund einem Dutzend Marken. Das ist wenig, und das ist normal: ein Kombi-Abo setzt voraus, dass der Anbieter beide Dienste beherrscht — was die meisten kleinen Akteure ausschliesst.

Das Internet entscheidet, das Fernsehen folgt

Das ist der Lesecode dieser Seite, und er vereinfacht den Vergleich erheblich.

Unsere fünfzehn Angebote decken das ganze Spektrum ab, von hundert Megabit bis zehn Gigabit. Die Mehrheit liegt bei einem Gigabit, dem Gleichgewichtspunkt des Marktes.

Wählen Sie also zuerst die Geschwindigkeit, die Sie wirklich brauchen — genau wie bei einem reinen Internet-Abo, und hundert Megabit genügen den meisten Haushalten. Vergleichen Sie erst danach die TV-Pakete der verbleibenden Angebote.

Umgekehrt vorzugehen führt dazu, eine sehr hohe Geschwindigkeit zu bezahlen, die man nicht nutzt, um Sender zu bekommen, die man anders auch gehabt hätte.

Die Anschlusstechnik filtert vor Ihnen

Wie beim reinen Internet begrenzt das, was bei Ihnen ankommt, die Auswahl noch vor dem Budget.

Die Angebote unseres Katalogs beruhen auf Glasfaser, Kabelnetz, Kupfer oder mehreren dieser Techniken, je nach Adresse. Glasfaser dominiert deutlich, deckt aber nicht das ganze Land ab, und das Kabelnetz folgt seiner eigenen Karte.

Prüfen Sie die Verfügbarkeit an Ihrer Adresse, bevor Sie Preise vergleichen. Bei fünfzehn Angeboten scheidet diese einfache Kontrolle oft mehr als die Hälfte aus und macht den verbleibenden Vergleich viel kürzer.

Ein Punkt, der nur beim Kombi-Abo auftritt: wenn der TV-Teil über das Kabelnetz und der Internetteil über Glasfaser läuft, muss die Verfügbarkeit beider getrennt geprüft werden.

Replay und Aufnahme auf der TV-Seite

Der TV-Teil eines Kombi-Abos beurteilt sich nach denselben Kriterien wie ein reines TV-Abo, und dieselben Unterschiede finden sich wieder.

Replay ist bei der grossen Mehrheit vorhanden, sieben Tage sind der Standard. Einige bieten gar keines — was bei einem aktuellen Bündel auffällt und vor der Unterschrift bemerkt werden sollte.

Die Aufnahme schwankt erheblich, von nichts bis zu mehreren tausend Stunden. Wie auf der TV-Seite beeindrucken diese Zahlen mehr, als sie nützen: seit Replay eine Woche abdeckt, dient die Aufnahme nur noch dazu, eine Sendung darüber hinaus zu behalten.

Wenn Sie nie etwas aufbewahren, genügt ein Angebot mit null Stunden Aufnahme und sieben Tagen Replay vollkommen — und es kostet weniger.

Die gekreuzte Bindung, der wahre Preis des Bündelns

Das ist der Punkt, den Produktseiten nie hervorheben, und er wiegt schwerer als der Rabatt.

Zwei Dienste beim selben Anbieter zu bündeln heisst, zwei Entscheidungen zu verknüpfen. Wer den Internetanbieter wechseln will, muss auch das Fernsehen wechseln, mit allem, was das an Neueinrichtung bedeutet. Wer das Paket wechseln will, muss den Anschluss anfassen.

Ein Bündelrabatt gehört deshalb gegen das gerechnet, was er an Freiheit kostet. Über zwei Jahre gleicht ein bescheidener Vorteil nicht immer aus, dass man sich praktisch nicht mehr bewegen kann.

Das gilt besonders, wenn einer der beiden Dienste Ihnen deutlich weniger zusagt als der andere. Ein ausgezeichnetes Internet mit einem mittelmässigen TV-Paket bleibt ein schlechter Kauf, gleich zu welchem Preis.

Der Rabatt, der sich auflöst

Fast die Hälfte unseres Katalogs ist in Aktion, und die Formel ist fast immer dieselbe: der Bündelpreis ist eine Zeit lang günstig, dann kehrt er zum Listenpreis zurück.

Der Mechanismus tut hier mehr weh als anderswo, aus einem einfachen rechnerischen Grund: ein Kombi-Abo kostet mehr als ein einzelner Dienst, also betrifft die Rückkehr zum Listenpreis einen höheren Betrag. Eine Erhöhung um die Hälfte auf einem Abo für zehn Franken fällt kaum auf; derselbe Anteil auf einem Kombi-Abo spürt man sofort.

Zwei Prüfungen vor der Unterschrift. Die genaue Dauer des Rabatts — zwölf Monate, vierundzwanzig, oder lebenslang. Und der Listenpreis, der danach gilt: er, und nicht der Aktionspreis, muss Ihnen annehmbar erscheinen.

Unser Vergleich zeigt neben jedem Preis den durchgestrichenen Listenpreis und die Art des Rabatts.

Kombi oder einzeln: wie man rechnet

Das ist die zentrale Frage dieser Seite, und sie entscheidet sich durch eine Rechnung, die niemand macht.

Nehmen Sie das Kombi-Abo, das Sie interessiert, und notieren Sie seine Gesamtkosten über die Mindestlaufzeit — Aktion inbegriffen, danach Listenpreis. Notieren Sie dann die Gesamtkosten des besten Internet-Abos, das Ihnen passt, plus des besten TV-Abos, das Ihnen passt, über denselben Zeitraum.

Die beiden Zahlen liegen selten so weit auseinander, wie man denkt — und einzeln gewinnt öfter als vermutet, weil Sie damit das Beste aus beiden Welten wählen statt des besten Kompromisses eines einzigen Anbieters.

Das Kombi-Abo behält zwei Vorteile, die sich nicht beziffern lassen: eine einzige Rechnung und ein einziger Ansprechpartner bei einer Störung. Für viele Haushalte ist das ein paar Franken im Monat wert. Das ist ein berechtigtes Argument — sofern es gewählt und nicht erlitten wird.

Unsere Internet- und TV-Seiten erlauben die andere Hälfte der Rechnung.

Was der Monatspreis nicht sagt

Vier Posten kommen regelmässig dazu, und keiner erscheint im angezeigten Preis.

Die Aufschaltgebühr, während der Aktion oft geschenkt und danach wieder erhoben. Bei einem Kombi-Abo kann sie beide Dienste betreffen.

Die Miete der Geräte: der Router, die TV-Box, und die zweite Box für ein weiteres Zimmer, fast immer separat verrechnet.

Der Anschluss, falls die Glasfaser noch nicht bis in die Wohnung gezogen ist.

Die TV-Optionen, Sport im Besonderen. Ein Kombi-Abo, dessen Basispaket Sport ausschliesst, kann mit Option teurer werden als ein auf dem Papier vollständigeres.

Die einzige ehrliche Zahl bleiben die Gesamtkosten über die Mindestlaufzeit, alles inbegriffen.

Ein Kombi-Abo kündigen

Das dauert länger als bei einem einfachen Abo, und es will vorbereitet sein.

Kombi-Abos haben häufig eine Mindestlaufzeit von vierundzwanzig Monaten, und die Kündigungsfrist zählt in Wochen. Kündigen setzt also voraus, sein Ablaufdatum zu kennen, BEVOR man zu vergleichen beginnt — nicht erst, wenn man etwas Besseres gefunden hat.

Drei Vorsichtsmassnahmen. Lassen Sie den neuen Anbieter den Wechsel organisieren, wenn er es anbietet: nur so vermeidet man Tage ohne Verbindung. Geben Sie die Geräte fristgerecht zurück — Router und TV-Box, oft zwei Geräte. Und melden Sie schon bei der Bestellung, wenn Sie eine Festnetznummer behalten.

Lassen Sie die alten Geräte angeschlossen, bis bestätigt ist, dass die neuen funktionieren.

Wie dieser Vergleich zu lesen ist

Die Standardsortierung ist der aufsteigende Monatspreis, ohne Gewichtung. Bei gleichem Preis werden die Angebote alphabetisch sortiert. Kein Angebot wird gegen Bezahlung nach oben gesetzt. Wenn ein Link uns eine Provision einbringt, trägt er das Abzeichen 🤝 Partner — und das ändert nichts an seiner Position im Ranking.

Fünf Filter stehen auf dieser Seite zur Verfügung: der Anbieter, die Anschlusstechnik, die Geschwindigkeit, das Replay und die Aufnahme.

Eine Klarstellung zur Ehrlichkeit: auf dieser Kategorie gibt es keinen Filter für den Höchstpreis, anders als auf den übrigen. Wir zeigen ihn nicht, weil dahinter keiner existiert — ein Filter, der nichts filtert, wäre schlimmer als gar keiner. Die Sortierung nach aufsteigendem Preis leistet bei fünfzehn Angeboten dasselbe.

Die Preise werden automatisch auf den offiziellen Seiten der Anbieter erhoben, mit dem Datum ihrer letzten Prüfung.

Ratgeber

Verstehen, bevor man unterschreibt

Die 3 Ratgeber zu dieser Seite.

ErklärtRabatt auf Lebenszeit oder 24-Monate-Aktion: wie man ein Schweizer Telecom-Angebot liestFünf Arten von Rabatten bestehen auf dem Schweizer Markt nebeneinander und kosten nicht dasselbe. So erkennen Sie den, der hält, und den, der abläuft.Ratgeber lesen → VerstehenWas ein Internet-Abo in der Schweiz wirklich kostetDer angezeigte Betrag ist fast nie der, den Sie im zweiten Jahr zahlen. Sechs Mechanismen, erhoben in den Bestellprozessen der Schweizer Anbieter.Ratgeber lesen → TechnikEigenen Router verwenden: welche Schweizer Anbieter es erlaubenSwisscom, Wingo, Init7 Fiber7 und iWay akzeptieren offiziell einen eigenen Router. Die genauen Einstellungen und die Einschränkungen, die Sie vor dem Kauf kennen sollten.Ratgeber lesen →

▶Häufige Fragen zu Internet + TV

Gibt es in der Schweiz ein Internet + TV-Abo für weniger als 40 CHF/Monat?

Ja — problemlos. Und es geht sogar deutlich günstiger als 40 CHF bei Flash-Aktionen. Konkretes Beispiel derzeit in unserem Katalog: yallo Home Supermax + TV für 34.90 CHF/Monat (Kabel 2.5 Gbit/s + 300+ TV-Sender, Replay 7 Tage), Rabatt auf Lebenszeit. Danach folgt yallo Home Max Fiber + TV für 39.90 (Glasfaser 10 Gbit/s, Rabatt -60%, statt 100.-, im Warenkorb mit einer Dauer von 999 Monaten beziffert). Mindestvertragsdauer 24 Monate für beide, Aktivierung bei beiden gratis — aber nur über die Glasfaserseite von yallo: Die Ausweichseite verrechnet 99.-.

Hinweis: Der Rabatt auf yallo Home Cable M (19.90 CHF/Monat, nur Internet) ist beendet, dieses Angebot kostet wieder 70.-/Monat — eine gute Erinnerung daran, dass diese Flash-Preise nicht lange halten.

⚠️ Vor dem Abschluss eines Flash-Angebots immer prüfen:
• Die Dauer der Aktion — « auf Lebenszeit » (Rabatt fix, solange das Abo aktiv ist) oder « nur 24 Monate » (danach Rückkehr zum Katalogpreis)? Die Formulierung ändert alles.
• Die Mindestvertragsdauer (12 oder 24 Monate) und die Bedingungen bei vorzeitiger Kündigung.
• Die Aktivierungsgebühr (je nach Ablauf gratis oder nicht).
• Der Preis nach der Aktion — was wie ein Schnäppchen aussieht, kann eine abrupte Rückkehr zum Katalogpreis verbergen, wenn die Aktion « auf die ersten N Monate begrenzt » ist. Vor dem Unterschreiben die AGB lesen.

Ressourcen